»Welch ein Gestaltungspotential diese zierliche
Künstlerin sowohl stimmlich, als auch darstellerisch
zeigte, war frappierend und ging ans Herz…
Ihr Gesang kommt wirklich aus der Seele.«
Der Opernfreund

Biografie

Die Sopranistin Lea-ann Dunbar wuchs in einer Musikerfamilie auf und konnte bereits in jungen Jahren mit ihrer Stimme auf sich aufmerksam machen. Nach einem mit Auszeichnung abgeschlossenen Studium an St. Olaf College (USA) setzte sie ihre Gesangsausbildung als Stipendiatin an der Musikhochschule Lübeck fort. Die Teilnahme an Meisterkursen bei Mirella Freni, Bernd Weikl, Margreet Honig und Kirsten Schötteldreier brachte weitere bedeutende künstlerische Impulse.

Erste Engagements hatte sie als Ensemblemitglied an den Theatern Hildesheim und Krefeld-Mönchengladbach. Mit Partien wie Agathe, Donna Anna, Fiordiligi, Lucia, Mimi, Pamina und Tatjana konnte sie eine große Bandbreite an stimmlichen und darstellerischen Erfahrungen sammeln. Ein Höhepunkt ihrer Anfangsjahre war die Nominierung als „Nachwuchssängerin des Jahres“ in der Zeitschrift Opernwelt.

Inzwischen hat sich Lea-ann Dunbar erfolgreich als freischaffende Sängerin etabliert. Donna Anna und Lucia blieben über Jahre wichtige Rollen in ihrem Repertoire mit Auftritten u.a. an der Komischen Oper Berlin sowie in Augsburg, Chemnitz, Innsbruck und Mainz. Am Theater Lübeck gastierte sie als Violetta, Konstanze und Thaïs.

Bei den Bayreuther Festspielen debütierte sie 2022 als Woglinde in Das Rheingold und Götterdämmerung. Darauf folgten Engagements als Woglinde an der Semperoper Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann, sowie an der Deutschen Oper Berlin unter Sir Donald Runnicles. Zu Beginn der Spielzeit 2023/24 gab sie ihr umjubeltes Rollendebüt als Feldmarschallin in Der Rosenkavalier am Staatstheater Cottbus. In der Uraufführung von Gustav Holsts bisher unbekannter Oper Sita übernahm sie Ende 2024 die Titelrolle äußerst kurzfristig und mit großem Erfolg am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken.

Neben Theaterengagements ist Lea-ann Dunbar regelmäßig auf der Konzertbühne zu hören. Ihr Repertoire umfasst sowohl selten aufgeführte Werke als auch bekanntes wie Brahms’ Ein Deutsches Requiem, Brittens War Requiem, Haydns Die Schöpfung und die geistlichen Werke Mendelssohns.

Portraits: Simon Pauly
Bühnenfotos:
Detlef Kurth, Rupert Larl, Olaf Malzahn, Lutz Roessler, Matthias Stutte, Martin Kaufhold

Presse

SITA (Gustav Holst – World Premiere) / Saarländisches Staatstheater
Opernwelt 12/2024

Äußerst dankbar bedacht ist Sitas Part für einen höhenstarken und kräftigen Sopran. Nach Erkrankung von … musste Lea-ann Dunbar in relativ knapper Zeit einspringen; sie meistert die umfangreiche Titelpartie bravourös.

Oktober 2024 / die-deutsche-buehne.de

Sita selbst fesselt von Anfang an durch ihre dramatische Eindringlichkeit, die Lea-ann Dunbars warm aufblühender Sopran in leuchtender Kraft, aber auch voll berührender Innigkeit gestaltet.

OPER! Magazin Oktober 2024

Sie steht Rama fortan treu zur Seite, gesungen von Lea-ann Dunbar mit beeindruckend kontrastreichem Sopran, mal mit schönen, dichten, langen melodiösen, mal mit dramatischen, mehr parlierenden Passagen.

Britten War Requiem / Heidelberg
©Rhein-Neckar Zeitung | Heidelberger Nachrichten | FEUILLETON | 11 | Dienstag, 23. Juli 2024

Gekrönt wurde solch vielfältige Gesangskunst durch fantastische Solisten: Unmittelbar vor dem Chor brillierte die Sopranistin Lea-ann Dunbar mit ihrem ergreifenden Klangspektrum …

Die Frau ohne Schatten / Semperoper Dresden
Der Opernfreund 24. März 2024

Um die Geschlossenheit der Aufführung zu sichern, waren für die Episoden-Partien zum Teil ausgesprochen Luxus-Sängerdarsteller eingesetzt worden…Ein kleines Ereignis war „Die Stimme des Falken“ der US-amerikanische Sopranistin Lea-ann Dunbar.

Der Rosenkavalier / Staatstheater Cottbus
Opernwelt 12/2023

Lea-ann Dunbar gelingt bei ihrem Rollendebut eine Marschallin, die den Vergleich mit berühmteren Kolleginnen kaum zu scheuen braucht. Ihr leicht geführter Sopran verströmt mitfühlende Generosität, Weisheit und großherzige Altersreife, als wäre sie mit der Rolle der Fürstin von Werdenberg seit Langem vertraut.

Lausitzer Rundschau

Wenn Lea-ann Dunbar als Marschallin am Ende des ersten Akts Abschied nimmt von ihrer Jugend, ihrer Liebe, mit all den leisen Tönen, der Resignation, dem Stocken, dem zwischenzeitlichen Verstummen, das aus dem Wissen um den kommenden Verlust entsteht, dann ist das Opernglück pur.

rbbKultur

Die Feldmarschallin von Lea-ann Dunbar hat eine raumgreifende Präsenz, mit sparsamen Bewegungen und anmutiger Stimme legt sie uns ihre zerbrechende Welt zu Füßen, aus deren Asche sie erstarkt wieder auferstehen wird.

Das Finale der Liebenden, in dem sich die Stimmen überlagern und kunstvoll vereinen, die Feldmarschallin das Liebesschlachtfeld großzügig räumt, Octavian und Sophie ihr Glück kaum fassen können und glauben, in einem Traum zu leben, ist so perfekt und anrührend, dass man niederknien möchte.

Das Rheingold / Semperoper Dresden
www.klassik-begeistert.de

Und der Abend beweist noch eines: Man kann die Partie der Rheintöchter auch singen, ohne “quintenschleuderndes” Tremolo! Die Damen Dunbar, Pučálková und Lapkovskaja singen so klar, hell und auch gemeinsam, wie man es leider unglaublich selten hört.

Thais / Theater Lübeck
Das Opernglas

Lea-ann Dunbar gab dabei eine Thais von außergewöhnlichem Format und ließ spielerisch bei ihrer Verwandlung von der selbstverliebten Hetäre zur geläuterten Gläubigen keine Wünsche offen. Aber auch gesanglich lief sie am Premierenabend zu großer Form auf: Ihre in der Höhe kräftig-cremiges Timbre erinnert entfernt an das von Renée Fleming, mühelos vermochte sie jegliches Tutti zu überbrücken, versah ihre Partie aber auch immer wieder mit gut gestützten Piani und hatte selbst in dem kräftezehrenden Schlussduett mit Athanael… kraftvolle Reserven.

Der Opernfreund

Sehr gespannt war man auf die Interpretin der Titelrolle, Lea-ann Dunbar, die in Lübeck als Violetta begeisterte. Sie schaffte es mit großer schauspielerischer Intensität den Wandel von der Hure zur Heiligen glaubhaft zu machen, dabei lag ihr die extreme Höhe der Partitur sehr und die extremen Spitzentöne bereiteten ihr keinerlei Mühe. Ovationen vom Publikum für eine beglückende Leistung!

Mittelloge

Lea-ann Dunbar in der Titelpartie vermochte die Zerrissenheit ihrer Figur gut zu vermitteln. Ihr lag die leichtlebige, unbekümmerte Art der Kurtisane ebenso wie die spätere religiöse Abgeklärtheit… Die Sängerin zeigte hier etwas von der abgeklärten Attitüde der Diven der Vergangenheit, was ihr auch stimmlich sehr zugute kam. Die gesangliche Umsetzung war vom ersten Moment rund und ausgesprochen klangschön.

Schleswig-Holstein am Sonntag

Lea-ann Dunbar verlieh der Figur der Thais Konturen, sie machte die Entwicklung von der leichtlebigen Hetäre über die zweifelnde, später verzweifelnde Frau hin zur Gläubigkeit deutlich… Das war schauspielerisch großartig und sängerisch herausragend. Bis zum Ende erreichte die Sopranistin die Spitzentöne, ihre präzise geführte Stimme klang immer unangestrengt und klar.

Online Musik Magazin

Star des Abends ist Lea-ann Dunbar, die die Titelpartie mit wunderbar lyrischen Bögen ausstattet und es auch in den Tutti-Passagen problemlos mit dem Orchester aufnehmen kann.

Britten War Requiem / Lübecker Marienkirche
Lübecker Nachrichten

Die amerikanische Sopranistin Lea-ann Dunbar unterstrich den Aspekt der internationalen und Frieden stiftenden Sprache der Musik ebenfalls. Ihre männlichen Kollegen waren sehr gut, sie aber sang herausragend: Weich und warm bis zum hohen C, mit einer ungeheuren Strahlkraft und musikalischen Tiefe füllte sie die gewaltige Kirche bis in die hintersten Winkel.

La Traviata / Theater Lübeck
Der Neue Merker

Lea-ann Dunbar als Violetta Valery… Ihr kraftvoller Sopran meistert die Schwierigkeiten dieser Rolle scheinbar mühelos. Ihr ausdrucksvolles Spiel erschüttert zu tiefst.

Mittelloge

Für Lea-ann Dunbar konnte man sich schon zu ihrer Zeit in Hildesheim begeistern. Natürlich ist ihre Stimme inzwischen größer und klingt auch etwas dunkler, aber immer noch ausgesprochen schön. Geblieben sind die unbedingte Hingabe an die Rolle sowie die vokal und darstellerisch durchdachte Gestaltung der Partie. Ihre Violetta wirkte von Anfang an wie ein Fremdkörper in der überdrehten Pariser Halbwelt, wurde aber (stets im Kompromiss mit der Inszenierung) mit viel Gefühl und Aufrichtigkeit dem Publikum präsentiert.

Kieler Nachrichten

Lea-ann Dunbar… stehen alle Register für die Partie der Violetta zu Gebote: die starke Höhe, die sicheren Koloraturen, das feine Piano.

Schleswig-Holstein Zeitung

… das singende Personal ist schlicht zum Niederknien gut…Aber niemand dringt so tief ins Gemüt wie Lea-ann Dunbar mit ihrem glockenklaren Sopran, der seine größte Kraft in Violettas schwersten Momenten entfaltet.

Lucia di Lammermoor / Theater Krefeld-Mönchengladbach
Das Opernglas

Die Premiere wäre insofern "voll normal" verlaufen, wäre da nicht Lea-ann Dunbar als Interpretin der Titelpartie gewesen, die in ihrer Gesamtdarstellung schlichtweg sprachlos machte, durch ihre zarte Zerbrechlichkeit faszinierte und mit ihren virtuosen Stimmkapriolen begeisterte. Das Artifizielle der Lucia Partie diente der jungen Amerikanerin… als natürliches Gefühlsventil, und statt der reinen Präsentation einer fundierten und flexiblen Technik lotete sie Liebe und Wahnsinn, Trauer und Verzweiflung mit einer breiten Farbskala ihres kernig warm timbrierten Soprans derart perfekt aus, dass ihr das Publikum berechtigterweise zu Füßen lag.

Der Opernfreund

Es war der große Abend von Lea-ann Dunbar in der Partie der Lucia. Welch ein Gestaltungspotential diese zierliche Künstlerin sowohl stimmlich, als auch darstellerisch zeigte, war frappierend und ging ans Herz… ihr Gesang kommt wirklich aus der Seele und ihre Stimme trägt ansatzlos bis in die letzte Reihe.

Aachener Zeitung

Die… Sopranistin verglüht förmlich in den von Emotionen brodelnden Arien der von sängerischen Höchstschwierigkeiten strotzenden Partie.

Rheinische Post

Als sei es ein simples Strophenlied reihen sich die Töne in akkuraten Intervallsprüngen virtuos. Die unirdische Leicht(fuß)igkeit ist das Atemberaubende an Dunbars Gesang und Spiel.

Rheinische Post

Dunbar nennt einen funkelnden, bis in schwindelnde Höhen belastbaren und standfesten Sopran ihr Eigen, der ihr trotz der fast unzumutbaren Schwierigkeiten der mörderischen Partie bis zum Ende ohne jegliche Einbußen zur Verfügung steht. Ihre beiden berühmten Arien… bildeten die Höhepunkte des Abends. Darüber hinaus gestaltete die Künstlerin glaubhaft sowohl das in Liebe zu Ihrem Edgardo… entbrannte junge Mädchen als auch die von ihrem Bruder Enrico in den Wahnsinn Getriebene.

La Bohème / Theater Krefeld-Mönchengladbach
Westdeutsche Zeitung

Lea-ann Dunbar als Mimi gibt ihrer Rolle eine dramatisch gezügelte Intensität von großer Noblesse und dennoch tiefer Emotion.

Rheinische Post

… nun konnte der Zuhörer beglückt ihren ebenmäßigen, höhenverliebten, ungemein facettenreichen Sopran und ihre eindringliche Darstellung genießen.

Der Neue Merker

Lea-ann Dunbar ist eine betörend stimmungsvolle Mimi…Sie erfüllt nicht nur die seelische Verschalung der kranken Hauptfigur mit Innigkeit und Wärme, sondern zeigt auch andererseits die ganze Zerbrechlichkeit dieser kranken Frau. Ihre Interpretation von "Mi chiamano Mimi…" – jenes kantable Aufblühen aus der Fragilität ins Heldenhafte – gelingt bravourös und herzergreifend. Nicht nur der Kritiker hatte Tränen in den Augen.

Berg Orchester Lieder / Theater Krefeld-Mönchengladbach
Rheinische Post

Ebenso viel Lob – neben Dirigent und riesig besetztem Orchester – erhielt die neu engagierte Lea-ann Dunbar für ihre mustergültige Interpretation der Berg-Orchesterlieder. Die Amerikanerin meisterte die vertrackten Intervallsprünge dieser eigenwilligen Komposition mit bewundernswerter Sicherheit und in der Höhe sowohl zu makellosem Piano, als auch zu dramatischem Ausdruck fähigem, edel timbriertem Sopran.

I Masnadieri / Theater Hildesheim
Klassik Heute

Als Amalia läßt Lea-ann Dunbar mit perlenden Koloraturen und brillanter Höhe tatsächlich an die "schwedische Nachtigall" Jenny Lind denken, für die Verdi einst diese Partie geschrieben hat.

Audio

Benjamin Britten War Requiem (Ausschnitte)

“Lacrimosa / Sanctus / Benedictus / Libera me”

Francesco Cilea Adriana Lecouvreur

“Io son l’umile ancella”

Video

Video – Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding - Der Rosenkavalier - Richard Strauss
Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding – Der Rosenkavalier – Richard Strauss

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